Geschweißte Druckrohre: Abmessungen, Attest und die richtige Auswahl

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Bei Rohrleitungen, die unter Druck betrieben werden, reicht es nicht aus, ein geschweißtes Stahlrohr nur nach Durchmesser und Preis auszuwählen. ATREON bietet jetzt geschweißte Stahlrohre mit Druckattest in verschiedenen Abmessungen an.

Solche Rohre kommen unter anderem in industriellen Anlagen, Heizungs- und technischen Rohrleitungen sowie bei der Herstellung von Geräten zum Einsatz, bei denen nachweisbare Materialeigenschaften erforderlich sind. Doch wann wird ein Druckrohr benötigt und welche Kriterien sind bei der Auswahl entscheidend?

Was sind geschweißte Druckrohre?

Geschweißte Stahlrohre werden aus Stahlband oder Blech hergestellt. Das Ausgangsmaterial wird zu einem runden Querschnitt geformt und anschließend längs verschweißt. Bei Rohren für Druckanwendungen kommt es dabei nicht nur auf die Form an, sondern ebenso auf Werkstoff, Herstellungsverfahren und die geforderten Eigenschaften des fertigen Produkts.

  • Ein Druckrohr ist daher nicht einfach ein beliebiges Rohr mit Schweißnaht. Entscheidend sind die passende Stahlsorte, die Abmessungen und die dazugehörige Dokumentation.

Für geschweißte Stahlrohre, die für Druckzwecke vorgesehen sind, spielt beispielsweise die europäische Normenreihe EN 10217 eine wichtige Rolle. Welche Anforderungen im konkreten Fall gelten, hängt jedoch immer vom Projekt, den Betriebsbedingungen und den für die jeweilige Anlage vorgeschriebenen Normen ab.

Was sagt ein Druckattest aus?

Bei einem einfachen Stahlbauteil wie einem Rahmen, Gestell oder Geländer stehen vor allem Abmessungen und mechanische Eigenschaften im Vordergrund. Bei einer druckbeaufschlagten Rohrleitung gelten dagegen zusätzliche Anforderungen. Das Rohr kann dauerhaft dem Druck eines Mediums ausgesetzt sein, wechselnde Temperaturen erfahren und Teil eines Systems sein, bei dem die Rückverfolgbarkeit des eingesetzten Materials erforderlich ist.

Ein Attest dient dazu, bestimmte Eigenschaften des Produkts und die Einhaltung der geforderten Spezifikationen nachzuweisen. Bei Druckanwendungen sind außerdem die Qualität der Schweißnaht und der Herstellungsprozess relevant. Wird in einem Projekt oder bei der Herstellung einer Anlage ausdrücklich ein Rohr mit Druckattest verlangt, sollte deshalb nicht einfach ein gewöhnliches Konstruktionsrohr mit ähnlichem Außendurchmesser oder ähnlicher Wandstärke verwendet werden.

Zoll, DN oder Millimeter? So unterscheiden sich die Angaben

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Bei Druckrohren begegnen Ihnen unterschiedliche Größenangaben. Neben Zoll finden Sie beispielsweise die Nennweite DN oder den tatsächlichen Außendurchmesser in Millimetern. DN bezeichnet die genormte Nennweite eines Rohrsystems und entspricht nicht automatisch dem tatsächlich gemessenen Innendurchmesser. Auch eine Angabe in Zoll darf nicht einfach als tatsächlicher Außendurchmesser interpretiert werden.

  • Ein Rohr mit der Bezeichnung 3/4" hat beispielsweise einen Außendurchmesser von 26,9 mm. Bei 1" beträgt dieser 33,7 mm, bei 2" sind es 60,3 mm.
  • Die Zollangabe beschreibt somit eine Nennabmessung und lässt sich nicht einfach nach dem Prinzip 1 Zoll = 25,4 mm Außendurchmesser umrechnen.

Bei der Bestellung sollten Sie deshalb immer die vollständige Maßangabe prüfen. Bei einem Rohr mit 26,9 × 3,2 mm steht 26,9 mm für den Außendurchmesser und 3,2 mm für die Wandstärke. Aus diesen Werten ergibt sich wiederum der tatsächliche Innendurchmesser und damit der verfügbare Durchflussquerschnitt.

Die Wandstärke sollte zur Anwendung passen

Rohre mit demselben Außendurchmesser können mit unterschiedlichen Wandstärken erhältlich sein. Ein Beispiel ist der Durchmesser 26,9 mm mit einer Wandstärke von 2,6 oder 3,2 mm. Eine stärkere Wand erhöht das Gewicht und verändert gleichzeitig den Innendurchmesser sowie die mechanischen Eigenschaften des Rohres.

Daraus folgt jedoch nicht, dass grundsätzlich die dickste verfügbare Variante die beste Wahl ist. Bei Druckleitungen müssen Betriebsdruck, Temperatur, Medium, Verbindungsart, Werkstoff und die Anforderungen des gesamten Systems berücksichtigt werden. Bei sicherheitsrelevanten oder technisch anspruchsvollen Anlagen sollte die Auswahl daher immer auf den Vorgaben des Projekts beziehungsweise einer technischen Berechnung beruhen.

Werkstoff P235TR und S195T

Die bei ATREON angebotenen geschweißten Druckrohre werden in der Werkstoffgüte P235TR/S195T geführt. Die Werkstoffbezeichnung ist dabei keineswegs nur eine Formalität. Sie gibt Aufschluss über den verwendeten Stahl und seine mechanischen Eigenschaften, die bei der technischen Auslegung berücksichtigt werden können.

  • P235TR gehört zu den Stählen, die für die Herstellung von Druckrohren verwendet werden.
  • S195T wird ebenfalls für Druckanwendungen eingesetzt und zeichnet sich unter anderem durch gute Schweißeignung und geeignete mechanische Eigenschaften aus.

Welche Werkstoffgüte tatsächlich benötigt wird, muss immer anhand der geltenden Norm und der Anforderungen des jeweiligen Projekts geprüft werden.

Wo kommen geschweißte Druckrohre zum Einsatz?

Typische Anwendungsbereiche sind Rohrleitungen für technische Medien, Heizungs- und Prozessleitungen, industrielle Anlagen sowie die Herstellung von Maschinen und technischen Einrichtungen, bei denen die Eigenschaften des verwendeten Materials dokumentiert werden müssen. Entscheidend ist dabei, dass das Projekt ausdrücklich ein für Druckanwendungen geeignetes Rohr verlangt.

Damit unterscheiden sich diese Produkte von gewöhnlichen geschweißten Konstruktionsrohren. Diese eignen sich beispielsweise für Rahmen, Gestelle, Zäune, Möbel oder leichte Stahlkonstruktionen. Sobald jedoch ein Medium unter Druck durch die Leitung geführt wird und nachweisbare Materialeigenschaften gefordert sind, muss ein dafür vorgesehenes Druckrohr verwendet werden.

So finden Sie das passende geschweißte Druckrohr

Prüfen Sie zunächst, welche Norm und Werkstoffgüte für Ihre Anwendung vorgeschrieben sind. Anschließend sollten Außendurchmesser, Nennmaß, Wandstärke und der benötigte Innendurchmesser miteinander abgeglichen werden. Erst wenn diese technischen Anforderungen feststehen, lohnt sich der Vergleich von Preis und Gewicht. Bei der Erneuerung einer bestehenden Rohrleitung sollten Sie sich außerdem nicht allein auf die Zollangabe verlassen. Kontrollieren Sie den tatsächlichen Außendurchmesser immer anhand der Millimeterangabe.

Wenn ein Attest gefordert ist, sollte die Auswahl damit beginnen

Bei Druckleitungen sollte die Auswahl eines Rohres nicht ausschließlich anhand seiner Abmessungen erfolgen. Ebenso wichtig ist, dass Werkstoff, Dokumentation und vorgesehene Anwendung zusammenpassen. Ein geeignetes geschweißtes Druckrohr erleichtert die weitere Verarbeitung und Montage und unterstützt zugleich die Einhaltung der technischen Vorgaben des Projekts.

Im ATREON-Onlineshop finden Sie geschweißte Rohre mit Druckattest in verschiedenen Größen von 3/8" bis 3". Zu den einzelnen Varianten finden Sie Angaben zu Außen- und Innendurchmesser, Wandstärke, Gewicht und Werkstoffgüte. Dadurch lassen sich die verfügbaren Ausführungen übersichtlich vergleichen und passend zur jeweiligen technischen Anwendung auswählen.

 

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